Oberwil BL

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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr

Der Wochengottesdienst findet in der Gemeinde Reinach BL statt.

Kinder und Jugend in der Mitte der Kirchgemeinde Oberwil

06.04.2025

«Das glaub ich erscht wenn ich’s gseh ha» haben viele schon gehört oder auch selbst gesagt. Doch am Sonntag, 6. April 2025, hiess es «Seelig sin die wo glaube könne, ooni as si d’Sache see dien».

Schon am Samstag haben die Kinder mitgeholfen und den Altar geschmückt. Am Sonntag waren einige schon vor 9 Uhr in der Kirche, um den Türhütern zu helfen, und nach dem Eingangsgebet stimmten alle Kinder mit Inbrunst ein in das schöne Kinderlied „Gottes Kind“.

Nach dem Dank für die Vorbereitungsarbeiten und die wunderbare musikalische Einstimmung fragte der Gemeindevorsteher, Evangelist Roland Kannappel, die Kinder, ob sie die Lampe, die Leinwand und das Kreuz sehen können, was jeweils mit „Ja“ beantwortet wurde. Die nächste Frage war, ob sie Gott sehen können, was die Kinder verneinten, worauf der Gemeindevorsteher sagte «also gibt es ihn nicht»! Daraufhin ergriff Priester Affolter das Wort und fragte die Kinder, ob sie den Vorsteher, seine Brille und den Krawattenknopf sehen können, was wiederum jeweils mit „Ja“ beantwortet wurde. Auf die Frage, ob sie sehen können, wie „gescheit“ der Vorsteher sei, antworteten die Kinder mit „Nein“, woraus sich folgern liess, dass der Vorsteher „dumm“ sei.

Dieser Einstieg sollte aufzeigen, dass wir nicht alles mit unseren Augen sehen können. Zusammen mit den Kindern wurden weitere Beispiele erarbeitet, wie Luft, Strom, Gott, Jesus, Liebe, Freundschaft. etc. All diese Dinge sind nicht ersichtlich, aber deren Auswirkungen schon.

Anschliessen trugen die Kinder die Geschichte des ungläubigen Thomas vor. Gut zu wissen, dass Zweifel menschlich ist, und dass Jesus auch den Zweifler nicht verurteilt.

Der Gemeindevorsteher wies insbesondere im Hinblick auf die verschiedenen Social Media-Plattformen auch darauf hin, dass es wichtig ist, gewisse Aussagen kritisch zu hinterfragen und nicht alles zu glauben, was vermittelt wird. Ebenso muss uns aber bewusst sein, dass es viel mehr gibt, als wir sehen können.

Zum Abschluss erwähnte der Gemeindevorsteher, was Thomas richtig gemacht hatte. Er hatte Geduld und blieb in der Gemeinschaft der Jünger, bis Jesus nach acht Tagen wieder erschien. Danach hatte er das Erlebte nach aussen getragen; dies wohl bis nach Indien.

Nach dem Zwischenlied «Gott ist die Liebe» vertiefte Priester Michael Strub zusammen mit zwei Jugendlichen das Gehörte anhand zweier eindrücklicher Beispiele:

Im «Magnetismus»-Beispiel wird die Liebe Gottes zu den Menschen veranschaulicht. Das Holzbrett stellt die Erde dar, die Büroklammern symbolisieren die Menschen und das Blatt Papier repräsentiert den Himmel. Über dem Himmel ist Gott, der mit einem starken Magneten verglichen wird. Wenn der Magnet näher herangeführt wird, zeigt sich die Anziehungskraft. Dies verdeutlicht, dass Gott uns liebt, uns zu sich zieht und uns niemals fallen lässt.

Im zweiten Beispiel wird Gott mit einer Powerbank verglichen und die Menschen mit einer Glühbirne. Zu Beginn leuchtete diese nicht, weil das Verbindungskabel fehlte. Nachdem dieses montiert wurde, brannte das Licht immer noch nicht. Erst als der Schalter betätigt wurde, begann die Glühbirne zu leuchten. Die Botschaft war, dass wir immer eine Verbindung zu Gott benötigen, da er unsere Energiequelle ist. Und erst wenn wir dies auch wollen, können wir ein Licht sein und dieses auch in die Welt hinaustragen.

Das Schlusslied «Grosser Gott wir loben dich» wurde angestimmt vom erweiterten Ensemble und vollendet mit dem Gesang der ganzen Gemeinde, die sich im Anschluss bei Speis und Trank weiter über diesen eindrücklichen Gottesdienst unterhalten konnte.

Bericht: dme, Fotos: adp und ska