Die Verse 21 und 22 aus dem 1. Kapitel des Lukas-Evangeliums wählte der Apostel als Grundlage für den Gottesdienst: "Und das Volk wartete auf Zacharias und wunderte sich, dass er so lange im Tempel blieb. Als er aber herauskam, konnte er nicht mit ihnen reden; und sie merkten, dass er eine Erscheinung gehabt hatte im Tempel. Und er winkte ihnen und blieb stumm."
Auf das Eingangslied des Chores "Ziehe Deine Schuhe aus" ging der Apostel gleich zu Beginn seiner Predigt ein und fragte die Versammelten: Hast Du die Schuhe ausgezogen? Oder im übertragenen Sinn: Bist Du bereit für Jesus? Sich für Jesus und sein Wirken bereit machen ist nicht nur ein Gebet von 30 Sekunden, und dann ist alles gut. Sich für Jesus bereit machen, das Herz zu bereiten, ist manchmal viel, viel Arbeit. Wir sollen uns immer ganz bewusst auf Jesus einstellen und vorbereiten, bei jedem Dienst, bei jeder Arbeit im Werke Gottes, dann kann Jesus Wirkung und Auswirkung haben.
Bezogen auf das Bibelwort sagte der Apostel, dass Zacharias, der wegen seines Zweifels stumm wurde, uns als gutes Beispiel dient, wie wir nicht reagieren sollen, wenn andere in Not sind oder Zweifel haben. Was für den Einen oder die Andere eine schwere Situation darstellt, könnte für unsselbst klein und nichtig wirken, man könnte sich sogar darüber lächerlich machen. Bisweilen könnte gar der Gedanke aufkommen: Selber Schuld, er oder sie hat diesen Weg gewählt, nun folgt die Rechnung. Als Gotteskinder sind wir angehalten, umgekehrt zu denken und zu handeln. Wir anerkennen die Situation, bieten unsere Hilfe an und beten füreinander. Ebenso sollen wir dafür beten, dass jedes Einzelne immer wieder Glaubenserlebnisse hat, denn daraus kommt Dankbarkeit und daraus wiederum kommt Freude.
Die beiden Evangelisten Wüthrich und Kannappel nahmen Bezug auf das Zwischenlied des Chores "Betende Hände". Es gibt so viele unsichtbare "Engel", die beten. Weltweit wird gebetet. Sehen wir das? Spüren wir das? Lasst uns nicht den eigenen Stolz durchsetzen, sondern demütig bleiben. Im Vertrauen auf Gott werden wir ganz still und schliessen unsere Bitten mit "... aber nicht mein, sondern dein Wille geschehe."
Die Sündenvergebung und die Feier des Heiligen Abendmahls bildeten den Höhepunkt dieses Gottesdienstes, welcher mit dem Schlusssegen und dem Schlusslied "Alles Leben strömt aus Dir" wunderbar abgerundet wurde.
Danke, Apostel Christophe für dein Dienen, deinen französischen Charme und deine offene und warmherzige Art. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen.
Bericht und Fotos: rku