Oberwil BL

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Gottesdienste
Sonntag 9.30 Uhr

Der Wochengottesdienst findet in der Gemeinde Reinach BL statt.

Glaube nur!

08.03.2026

Vom Vertrauen aus dem Bezirkskindergottesdienst im Sommer 2025 über den Glauben aus dem Jahresmotto 2026 bis hin zur Zuversicht, illustriert mit einem Ballon an der Wand, der Geschichte von Petrus auf dem Wasser, sowie der Steinschleuder von David und weiteren Bildern und Beispielen, war alles dabei, was die Herzen der kleinen und grossen Kinder (hoffentlich) begeisterte.

Als Fortsetzung des Themas "Angst und Vertrauen" hatte der Dienstleiter, Evangelist Roland Kannappel, am 8. März 2026 das Jahresmotto unserer Kirche «Fürchte Dich nicht, glaube nur!» (Markus 5, 36b) ins Zentrum des Bezirkskindergottesdienstes gestellt.

In der baseldeutschen Bibelfassung wird der Glaube folgendermassen beschrieben: «Glaube bedütted, as me … vo dääne Sache überzügt ìsch, wo me nìt seht» (Hebräer 11, 1). Obwohl man leicht sagen kann „glaub eifach und heb kei Angst“ bedeutet das noch lange nicht, dass der Angesprochene mit dem Glauben startet und dann folgerichtig seine Angst verliert. Weil z. B. Erfahrung und Vertrauen mit und in den lieben Gott dafür Voraussetzung sind, wurde in der Folge der Glaube – welchen man nicht sieht – mit einigen Beispielen bildhaft dargestellt.

Ein Ballon wurde nach einigem Reiben an den Haaren elektrostatisch an der hinteren Altarwand angeheftet und blieb dort erstaunlich lange hängen, bis die Anziehungskraft nachliess und der Ballon hinter unserem Dienstleiter zur Belustigung der Gottesdienstteilnehmenden der Schwerkraft folgte. Das musste so sein, denn die Kraft, aufgebaut durch die vorherige Reibung (Bild für die Berührung mit Gott), sah man nicht - aber ihre Wirkung und das Nachlassen derselben. Immer wieder aufs Neue benötigen wir intensiven Kontakt mit Gott, damit Kraft und Vertrauen neu aufgebaut werden können.

Schrittweise wurde eine Gleichung mit Buchstaben an den Altar geheftet: Vertrauen + Glaube = Zuversicht.

Das Beispiel von Jesus und Petrus auf dem See wurde zur Veranschaulichung des Glaubens und der Zuversicht als Rollenspiel vorgeführt. Sobald Petrus auf das wilde Wasser sah, kamen Angst und Zweifel auf und er versank. Doch Jesus zog ihn wieder nach oben.
Wichtig: Starre nicht auf das, was Dir Angst macht, sondern richte Deinen Blick auf Jesus. Vertrau ihm, er ist viel grösser als Du es Dir überhaupt vorstellen kannst.

In einem einfachen Beispiel wurde beim Stuhl festgestellt, dass wir – wegen der Erfahrung, dass Stühle normalerweise unser Gewicht halten, glauben, dass auch der nächste Stuhl hält, und nachdem wir uns darauf setzen, die Gewissheit haben, dass es so ist. Im Idealfall zeigt uns die Glaubenserfahrung: Ich weiss, dass Gott mich hält – deshalb kann ich mutig vorwärts gehen.

Nach dem gemeinsamen Zwischenlied «Die Spur der Hoffnung sehen» (KLB 72) wandte sich Priester Detlef Teufel aus der Gemeinde Riehen an die Eltern und Kinder und stellte einmal die Comicfigur Yakari und dann David aus der Bibel vor. Mit welcher der zwei Figuren beschäftigen sich die Kinder mehr? Eine kleine Geschichte von einem Indianerjungen der im Traum einen guten und einen bösen Wolf sieht, die miteinander kämpfen und der dann einen alten Indianer fragt, wie der gute überleben kann, zeigt, wie wichtig es ist sich mit positiven Dingen und dem Lieben Gott zu beschäftigen.
Der Alte sagt: Der Wolf, welcher von Dir am besten ernährt wird und dem Du die meiste Aufmerksamkeit schenkst, der überlebt.
David hatte das Vertrauen, durch die Erfahrung von Gottes Hilfe gegen wilde Tiere während seiner Hirtentätigkeit aufgebaut, so dass er mit Zuversicht auf Gottes Hilfe für Gottes Volk dem Riesen Goliath mit einer einfachen Steinschleuder gegenübertreten konnte.

Zum Abschluss legte Priester Michael Gloor aus der Gemeinde Allschwil den Schwerpunkt auf die Ausdauer und das Vertrauen, welche beim Beten und Arbeiten notwendig sind. Obwohl wir gearbeitet oder gelernt haben und obwohl wir gebetet haben, kann es sein, dass der liebe Gott nicht so hilft wie wir uns das vorgestellt haben. Dann ist es ganz wichtig, dass wir unsere Zuversicht nicht gleich aufgeben, sondern unsere Verbindung zu Jesu und unserem Himmlischen Vater halten oder sogar verstärken, dass wir ihn wieder erleben können.

Alle Kinder, Eltern und Lehrkräfte konnten sich nach dem abwechslungs- und lehrreichen Gottesdienst beim reichhaltigen Apéro in der Kirche austauschen.

Bericht: dte, Fotos: adp